Sparkassen haben 2015 6,2 Milliarden Euro erwirtschaftet

15.03.2016 – Pressemitteilung Nr. 18

Die deutschen Sparkassen haben im vergangenen Jahr 6,2 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit ihre Vermögenssubstanz deutlich ausgeweitet. „Durch die volkswirtschaftlich falsche Zinspolitik der EZB stehen wir vor unternehmerisch sehr herausfordernden Jahren. Diesen Herausforderungen können wir aus einer Position der Stärke heraus begegnen“ sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, anlässlich der Vorstellung der Geschäftszahlen 2015 der Sparkassen-Finanzgruppe. Für die absehbaren Herausforderungen haben die aktuell 409 deutschen Sparkassen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 19,4 Milliarden Euro an Vorsorgereserven gebildet.

Die Sparkassen konnten 2015 den um 154 Mio. Euro gesunkenen Zinsüberschuss durch die um 336 Mio. Euro gestiegenen Provisionsüberschüsse mehr als kompensieren. Allerdings führten vor allem deutliche Tarifsteigerungen von 174 Mio. Euro für die Mitarbeiter und eine Belastung mit einer insgesamt auf 113 Mio. Euro gestiegenen Bankenabgabe zu einem um rund 300 Mio. Euro erhöhten Verwaltungsaufwand.

Im Bewertungsergebnis konnten die Sparkassen per Saldo in Höhe von 200 Mio. Euro bereits früher gebildete Wertberichtigungen für Kredite wieder auflösen. „Die stabile Konjunktur, die guten Bonitäten unserer gewerblichen Kunden und vor allem eine sehr vorsichtige Risikopolitik der Sparkassen führen zu diesem außergewöhnlichen Effekt“, so Fahrenschon. Im Depot A waren zinsbedingt Abschreibungen von 500 Mio. Euro notwendig. In Höhe von 4,2 Mrd. Euro wurden neue Vorsorgereserven gebildet.

Die Sparkassen erzielten ein Vorsteuerergebnis von 4,6 Milliarden Euro. Davon wurden 2,6 Milliarden Euro an Ertragsteuern gezahlt. „Die Sparkassen bleiben damit einer der größten und verlässlichsten Steuerzahler in Deutschland“, so Fahrenschon. Der Jahresüberschuss liegt bei 2,0 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent. 

Die Zinspolitik der EZB wird die Sparkassen nach Einschätzung von Fahrenschon in den nächsten Jahren unternehmerisch in höchstem Maße fordern. Die Institute müssten deshalb weiter an der Ertragslage arbeiten und vor allem die Provisionsergebnisse forcieren. Zu einer unternehmerischen Antwort gehörten aber auch eine verursachungsgerechtere Bepreisung von Leistungen und deutliche Kosteneinsparungen, auch beim Personal. Bereits 2015 wurden bei den Sparkassen 6.427 freigewordene Stellen nicht wieder besetzt. Dieser Trend wird sich in einer sozialverträglichen Gestaltung fortsetzen.

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