Landesbanken

Die Landesbanken  sichern als Zentralbanken der Sparkassen deren Einbindung in überregionale und internationale kreditwirtschaftliche Beziehungen. 

Die aktuell fünf Landesbank-Konzerne sind die regionalen Spitzeninstitute innerhalb der Sparkassenorganisation. Für die ihre jeweiligen Bundesländer agieren die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die BayernLB, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die Nord/LB und die SaarLB als Hausbank: Sie erfüllen bankmäßige Geschäfte und sind mit der Wirtschaftsförderung vor Ort betraut. Die Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse agiert als regionale Universalbank mit öffentlichem Auftrag.
 
Dabei kooperieren die Landesbank-Konzerne zum Beispiel mit den Sparkassen als Verbundpartner bei Industrieansiedlungen, Infrastruktur- und Konversionsmaßnahmen sowie in der Wohnungsbauförderung. Die fünf Landesbanken und die Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse verfügen zudem über ein breites Leistungsangebot für Betriebe und Wirtschaftsunternehmen. Sie vergeben Kredite, unterstützen mittelständische Unternehmen dabei, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und begleiten diese bei ihren Auslandsaktivitäten.
 

Als Girozentralen sind die Landesbank-Konzerne zudem die Zentralinstitute der Sparkassen und somit unter anderem die zentrale Verrechnungsstelle für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Sie sind Partner der Sparkassen im Retail-Geschäft und bieten ihnen leistungsfähige Zahlungsverkehrsysteme sowie spezielles Know-how bei komplexen Produkten und Gemeinschaftsprojekten.

Gemeinsam verfügten die fünf Landesbank-Konzerne, die Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse und die damals noch zur Sparkassen-Finanzgruppe zählende HSH Nordbank auf Konzernebene über eine zusammengefasste Bilanzsumme von 908 Mrd. Euro. In den 384 Geschäftsstellen waren Ende 2017 knapp 35.000 Mitarbeiter beschäftigt.