Vermögensbarometer: Gerade Jüngere sparen wie selten zuvor

Keinesfalls überwunden war die Coronakrise im Sommer 2021. Im Gegenteil: Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren beträchtlich – und sind es noch. Doch ob Lockdown, Homeoffice oder Kurzarbeit: Die Krise hat die finanzielle Zufriedenheit der Menschen hierzulande nicht nachteilig beeinträchtigt

Finanzielle Situation

Seit 17 Jahren steigt der Anteil derjenigen recht kontinuierlich an, die mit ihrer finanziellen Situation zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. Seit 2005 hat sich dieser Anteil mehr als verdoppelt – von damals 20 Prozent auf heute 43 Prozent. 

Die Hilfen, die in den Coronajahren 2020 und 2021 von der Regierung beschlossen und gewährt wurden, konnten offenbar die Krisenfolgen gut abfedern. Auch die Sparkassen trugen ihren Teil zur Krisenbewältigung bei – etwa durch die Aussetzung fälliger Kreditraten, durch Überbrückungskredite und durch weitere, individuelle Maßnahmen in Absprache mit ihren Kunden.

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Sparen wie nie

24 Prozent aller Befragten wollen ihre Sparbemühungen ausweiten oder haben das bereits getan. Das sind drei Prozentpunkte mehr als 2020. Sieben Prozent wollen andere Anlageprodukte wählen oder haben das getan (2020 lag dieser Anteil bei sechs Prozent). Nur eine Minderheit von sechs Prozent will weniger sparen oder hat schon weniger gespart. Hier gibt es keine Veränderung gegenüber 2020.  

Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil an jüngeren Menschen, die angeben, ihr Sparverhalten auszuweiten oder ausgeweitet zu haben. Gut zwei Fünftel, sprich 42 Prozent, sind es in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren, ein knappes Drittel, sprich 31 Prozent, sind es in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren. Hier könnte die Verunsicherung durch die Coronakrise eine Rolle spielen – gerade für die Jüngeren ist es die erste große wirtschaftliche Krise, die sie bewusst mitbekommen.

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Vermögensaufbau

Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite – das sind die wichtigsten drei Faktoren beim Vermögensaufbau.

In allen Altersgruppen steht nach wie vor der Faktor Sicherheit auf Rang eins. Überraschenderweise liegen die 14- bis 29-Jährigen bei diesem Kriterium genau im Durchschnitt (53 Prozent der Nennungen). Bei den 30- bis Jährigen gehört Sicherheit dagegen nur für 48 Prozent zu den drei Top-Faktoren. Für 59 Prozent der Altersgruppe 60 plus zählt sie allerdings dazu.

Bei den Jüngsten (den 14- bis 29-Jährigen) zählt nur ein knappes Drittel (32 Prozent) die Rendite zu den drei Top-Faktoren beim Vermögensaufbau, bei den Ältesten (Menschen im Alter 60 plus) ein Viertel (25 Prozent). Es ist vor allem die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, die darauf überdurchschnittlich häufig Wert legt (39 Prozent der Nennungen). 34 Prozent sind es bei den 40- bis 49 und 32 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen.

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