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Bremsleuchten - international und auch in Deutschland: Wirtschaftslage 04/2018

Die Wachstumsdynamik hat sich im Herbst 2018 in vielen Regionen der Weltwirtschaft deutlich abgeschwächt. Nur die USA wachsen noch sehr schnell, was sich aber als ein Strohfeuer erweisen könnte. Die Risiken aus den Handelskonflikten, dem Brexit, der Zinswende und aus steigenden Staatsschulden sind sehr präsent.

An den Aktienmärkten hat dieser Risikomix, insbesondere im Oktober, aber dann erneut auch im Dezember, zu größeren Kursrückschlägen geführt. Die Verluste erstreckten sich über die Märkte der Industrieländer ebenso wie über wichtige Schwellenländer. Auch der Euroraum war betroffen, und er wuchs zuletzt auch langsamer. Hier steht der Konflikt über den finanzpolitischen Kurs der italienischen Regierung im Vordergrund. Außerdem gibt es in Frankreich  eine, teils sogar gewalttätige Protestwelle gegen die dortigen Strukturreformen.

Aber auch deutsche Produktionsstockungen haben im dritten Quartal zur Schwäche des Euroraums beigetragen. Hierzulande schrumpfte das BIP saisonbereinigt sogar um 0,2 Prozent. Diese Entwicklung ist allerdings mit kurzfristigen Sondereffekten, vor allem den Zulassungsschwierigkeiten von Modellreihen unter den neuen Abgastests in der Automobilindustrie, zu erklären. Die Entwicklung wird deshalb meist als eine „Delle“ angesehen. Aufgrund der robusten heimischen Faktoren (Arbeitsmarkt, Finanzierungslage, bis zuletzt gute Investitionstätigkeit) stehen die Chancen für eine Wiederaufnahme des Aufschwungs im Jahr 2019 weiterhin gut.

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