Förderkredite auf Nachhaltigkeit und den breiten Mittelstand ausrichten

01.07.2021 - Positionspapier der Sparkassen-Finanzgruppe

Als Marktführer im deutschen Förderkreditgeschäft plädiert die Sparkassen-Finanzgruppe dafür, die Förderung auch künftig auf energieeffiziente Gebäude und den breiten Mittelstand zu fokussieren. Politisch sollten keine „Gewinnerbranchen“ vorbestimmt, sondern vor allem Nachhaltigkeit und andere Querschnittsthemen wie Innovation und Resilienz gefördert werden. Bei zielgerichteter Begleitung von Strukturwandel und Transformation helfen Erfahrungen aus dem effizienten Zusammenspiel zwischen Politik, Förder- und Hausbanken in der Coronakrise. Förderprodukte sollten nicht durch technisch komplexe Förderbedingungen und Bürokratie belastet werden, und auf ihrem Weg aus der Krise brauchen viele Unternehmen Eigenkapitalstärkung. Als geeigneter Förderbeitrag der Förderbanken bietet sich die Risikoteilung an; über Liquidität verfügt der Markt selbst in hohem Maße und Sparkassen vergeben aus eigenen Mitteln ein Vielfaches an Krediten im Vergleich zu Förderdarlehen. Für schlanke und günstige Prozesse sind harmonisierte IT-Schnittstellen hilfreich, und im Interesse schneller Refinanzierungszusagen hat sich in der jüngeren Vergangenheit die Übernahme von Risikoeinschätzungen der Hausbanken durch die KfW sehr bewährt. 

  •  Sparkassen bekräftigen ihren öffentlichen Förderauftrag für Unternehmen und Verbraucher  
  • Förderprodukte und –prozesse müssen von Komplexität und Bürokratie befreit werden  
  • Risikoteilung und langfristige Kalkulierbarkeit sind als Förderbeitrag wichtig, Liquidität nicht 

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