DSGV fordert Einführung von EZB-Staffelzins

19. Juni 2019 - Pressemitteilung Nr. 25

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hält angesichts der aktuellen Diskussionen zu einer weiteren Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Einführung von EZB-Staffelzinssätzen für immer wichtiger. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass andere Länder wie Japan oder die Schweiz bereits seit Jahren die Auswirkungen einer expansiven Geldpolitik auf den jeweiligen Bankensektor mit solchen Maßnahmen abmildern.

Einen sinnvollen Ansatz sieht der DSGV dabei im sogenannten „Schweizer Modell“.  Wenn die Banken und Sparkassen einen Freibetrag in Höhe des Zehnfachen des Mindestreservesolls angerechnet bekämen, würde das die jährliche Belastung des Bankensektors im gesamten Euroraum von 7,2 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro, also um gut 60 Prozent senken. Nach Ansicht des DSGV wäre dies ein guter Weg, um Stabilitätsrisiken an dieser Stelle zu minimieren.

Eine mögliche Ausweitung der expansiven Geldpolitik betrachtet der DSGV in jedem Fall mit Sorge. Der beste Weg, die unerwünschten Auswirkungen der expansiven Geldpolitik einschließlich der Negativzinsen der EZB zu beenden, sei nach wie vor eine schrittweise Normalisierung.

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