Immobilien: Blase nicht in Sicht

24.06.2019 - Wirtschaftspolitische Positionen

Die seit 2011/2012 zu beobachtende angespannte Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt hält weiter an und hat sich insbesondere in den größten Städten, vielen Universitätsstädten, aber inzwischen auch prosperierenden Mittelstädten in den letzten Jahren verschärft. Das Wohnungsangebot hält mit der Nachfrage immer noch nicht Schritt, mit der Konsequenz, dass gerade größere Städte und Schwarmstädte beträchtliche Preis- und Mietsteigerungen verzeichnen. Insbesondere für die unteren und mittleren Einkommensgruppen wird die Bezahlbarkeit von Wohnraum in den Ballungsräumen zunehmend zu einem Problem und wächst sich dort immer mehr zu einer „sozialen Frage“ aus.

Von der Gefahr einer Blasenbildung auf dem Markt für Wohnimmobilien kann derzeit dennoch nicht ausgegangen werden, wie zuletzt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht vom Februar 2019 bestätigt hat. Die Preisdynamik wird aus gesamtwirtschaftlicher Sicht größtenteils im Einklang mit der Entwicklung angebots- und nachfrageseitiger Größen gesehen. Aus Sicht der Sparkassen-Finanzgruppe wäre es auch problematisch, aus dem stark von Kapitalanlegern geprägten Segment „städtische Eigentumswohnungen“ pauschale Rückschlüsse auf die gesamte Wohnungsmarktlage zu ziehen.


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