Soziale Aspekte für ein starkes Deutschland

20.03.2019 - Wirtschaftspolitische Positionen

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe plädieren für eine sozialpolitische Agenda, die zur Stärkung der Produktivität beiträgt und Konflikte zwischen Wachstum und Ungleichheit dämpft. Dies sei entscheidend, um die Standorte Deutschland und Europa sowie den Zusammenhalt der Gesellschaften in Europa zu stärken.

Vor diesem Hintergrund fordern die Ökonomen:

  • Die Anpassung des Steuer- und Abgabensystems, um eine faire Vermögens- und Einkommensstruktur zu begünstigen. Dabei sollten auch bestehende Fehlanreize für die Erwerbsbeteiligung von Frauen reduziert werden.
  • Die problematisch hohe (Grenz-)Belastung mit Steuern und Sozialabgaben insbesondere mit Blick auf das Bruttoeinkommen von Geringverdienern muss entschärft werden.
  • Zielgerichtete Investitionen in Bildung und kontinuierliche Weiterbildung müssen ausgeweitet werden. Speziell bei der frühkindlichen Bildung sind quantitative und qualitative Verbesserungen nötig.
  • Zielgerichtete Investitionen in Infrastruktur, insbesondere als Voraussetzung für die Digitalisierung, sind erforderlich.
  • Maßnahmen zur Mobilisierung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, insbesondere die Reintegration von Langzeitarbeitslosen via Fortbildung und Aktivierung, bleiben vordringlich.
  • Die gesetzliche Rentenversicherung muss demographiefest ausgestaltet werden. Dazu sind in einem Policy-Mix alle Stellschrauben (Rentenniveau, Renteneintrittsalter, Beitragspflicht und -satz sowie Steuerzuschuss) zu diskutieren. Eine neue Balance zwischen Belastungen und neuen Flexibilitäten mit Blick auf Arbeitsmarkt und Renteneintritt ist zu finden.

Download

Pressekontakt
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
Pressestelle
Charlottenstrasse 47
10117 Berlin Deutschland


030 20 22 55 116


030 20 22 55 119