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Die virale Weltwirtschaft (Ausgabe 01/2020)

Das Corona-Virus erschüttert die Weltwirtschaft. Reisen und Großveranstaltungen werden abgesagt. In vielen Regionen kommt es zu Werksschließungen und Produktionsausfällen. Länge und Ausmaß der Einbrüche sind noch nicht konkret zu beziffern. Das wird maßgeblich von der weiteren medizinischen Eindämmung oder Ausbreitung des Virus abhängen. Und darüber herrscht noch große Ungewissheit.

Zumindest können aber die ökonomischen Ansteckungswege bereits qualitativ identifiziert, aufgezeigt und systematisiert werden. Die Wirkung entfaltet sich über zahlreiche nachfrageseitige und angebotsseitige Transmissionskanäle. Letztere äußern sich vor allem in den unterbrochenen Lieferketten der tief integrierten Weltwirtschaft.

Fehlende Zwischenprodukte lassen sich kurzfristig nicht ersetzen, und diese Störungen lassen sich auch nicht durch nachfrageorientierte Wirtschaftspolitiken beheben. Die in einigen Währungsräumen bereits eingeleitete geldpolitische Reaktion zielt vor allem auf eine Beruhigung der Finanzmärkte. Aber auch hier kann sie nur wenig erreichen. Noch mehr monetäre Expansion ist oft das falsche Instrument.


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