Aktuelle Wirtschaftslage: Dämpfer aller Orten

Informationen zur Wirtschaftslage 1/2019: Das neue Jahr startete so belastet, wie das alte endete

Das Wachstum der Weltwirtschaft und insbesondere der internationale Handel haben sich 2018 abgeschwächt. Das blieb nicht ohne Folgen auch für die deutsche Volkswirtschaft. Mit nur mehr 1,4 Prozent ist Deutschland schwächer gewachsen als in der ersten amtlichen Schätzung gemeldet.

Die Sonderentwicklungen vom vergangenen Sommer mit den Zulassungsschwierigkeiten der Autoindustrie zeigten sich mit einer Produktion auf Halde. Der Lagersaldo allein machte mit 0,6 Prozentpunkten allein fast die Hälfte des gesamten Wachstums aus. Der Konsum hat 2018 trotz der in Deutschland weiterhin hervorragenden Arbeitsmarktlage und steigender Löhne nur moderat expandiert. Einzige kraftvolle Komponente war 2018 die Investitionstätigkeit. Sie blieb auch zum Jahresende recht stark.

Mehr Erwerbstätige, die auch wieder mehr Stunden arbeiten, sowie ein vermehrter Sachkapitaleinsatz für eine nur mäßig gesteigerte Produktion: Das wirft die Frage auf, wo eigentlich die Produktivitätsgewinne der allgegenwärtigen Digitalisierung und des technischen Fortschritts sind. 2018 waren solche Fortschritte in den gesamtwirtschaftlichen Zahlen praktisch nicht messbar.

2019 ist mit einigen Bürden gestartet, darunter die anhaltende Unsicherheit über Brexit und Handelskonflikte. Die Auftragseingänge und die Stimmungsindikatoren leiden. Aber der Bau bommt weiter und wirkt zusammen mit steigenden Löhnen und anderen Puffern stabilisierend.


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