„Der Kunde im Mittelpunkt – die Strategie der Sparkassen-Finanzgruppe“

25.02.2016 – Rede von Georg Fahrenschon, Präsident des DSGV, auf der Handelsblatt-Jahrestagung "Zukunftsstrategien Sparkassen und Landesbanken"

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist gute Tradition bei solchen Tagungen, über geschäftspolitische Strategien, betriebswirtschaftliche Optimierungen und den eigenen Erfolg zu sprechen. Neue Produkte und Ideen werden ventiliert, protegiert und analysiert. Regulierungen und Rahmenbedingungen werden beklagt. Und sehr rasch ist man sich einig, ganz unverzichtbare Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen – alle zusammen natürlich, aber ein jeder noch etwas mehr als der jeweils andere.

Nur einer kommt bei allen diesen Betrachtungen meist etwas kurz: Der Kunde. Fast könnte man dann den Eindruck gewinnen, Kunden seien so etwas wie die Restgröße, die verbleibt, wenn rechtliche Regulierungen und betriebswirtschaftliche Optimierungen verarbeitet sind.

Natürlich werden wir alle durch die Regulatorik übermäßig in Beschlag genommen. Und selbstverständlich beschäftigen uns die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Arbeit – Stichwort Niedrigzins – sehr stark. Nichts von alledem ist aber so wichtig wie unser Kunde. Diese Haltung müssen wir uns bewahren und zuweilen auch wieder etwas erkämpfen.

Ich möchte deshalb heute aus der Perspektive eines Kunden auf unsere Branche und auch auf unsere eigene Gruppe blicken. Dabei ist mir natürlich klar, dass ich als Vertreter des größten Anbieters des deutschen Finanzmarktes den Rollenwechsel nur simulieren kann – aber ich will mich redlich bemühen.

    Unsere Kunden werden heute trotz einer guten gesamtwirtschaftlichen Ausgangslage sehr stark durch ein wachsendes Gefühl von Unsicherheit bestimmt. Die Welt um uns herum wird von Tag zu Tag unkalkulierbarer – Flüchtlingsströme, Terrorgefahren und eine weitgehend handlungsunfähige EU beherrschen die Nachrichten.

    Bisherige Werte, politische Partnerschaften und nachbarstaatliche Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Grenzen in Europa sind wieder möglich. Bewaffnete Auseinandersetzungen rücken näher denn je. Und wirtschaftliches Wachstum – Stichwort Ölpreis und China – scheint nicht mehr selbstverständlich. Wir leben offensichtlich in einer Zeit großer gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Unsicherheit und teilweise auch Angst sind nachvollziehbare Folgen.
     
    In einer solchen Zeit steigt das Sicherheitsbedürfnis unserer Kunden. Sie erwarten von ihren Finanzpartnern Stabilität und Berechenbarkeit. Deshalb stellen die Kunden heute mit wachsender Intensität Fragen an uns als kreditwirtschaftliche Anbieter, ob und wie wir diesen Ansprüchen gerecht werden.

    Ich will einige dieser Fragen nennen:

    •    Erstens: Wie sicher seid Ihr selbst? Wie sicher ist mein Geld bei Euch?
    •    Zweitens: Was könnt Ihr dazu beitragen, dass mein Lebensstandard erhalten bleibt – auch im Alter?
    •    Drittens:  Wie verlässlich seid Ihr als mein kreditwirtschaftlicher Partner? Bleibt Ihr an meiner Seite oder zieht Ihr Euch zurück?
    •    Viertens: Wie genau geht Ihr mit meinem Geld und meinen Daten um? Kann ich darauf vertrauen, dass Ihr meine Interessen wahrt?
    •    Und fünftens: Wie stellt Ihr Euch eigentlich Eure und meine Zukunft vor, wie unsere gemeinsame?

    Das alles sind wichtige und sehr legitime Fragen. Ich will auf diese fünf Punkte mit einigen Überlegungen eingehen.

    Nach der Finanzkrise hat die internationale und europäische Politik erhebliche regulatorische Anstrengungen unternommen, um die Finanzwirtschaft sicherer und stabiler zu machen. Das ist in weiten Teilen gelungen. Insbesondere die verschärften Eigenkapitalvorschriften haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass wirtschaftliche Substanzüberlegungen heute wichtiger sind als Eigenkapitalrendite.

    Auf der anderen Seite hat aber vor allem die Geldpolitik kontraproduktiv gewirkt. Obwohl die Wirtschaft mit billigstem Geld in bisher nie gekannter Größenordnung stimuliert wird, hat die OECD vor wenigen Tagen festgestellt: Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird um 0,4 Prozent sinken.

    Trotz immer mehr Zentralbankgeld haben wir also weniger Wachstum. Gleichzeitig sind aber die Risiken deutlich gestiegen: Eigentlich nicht mehr lebensfähige Banken in Europa wurden durch Liquiditätszufuhr künstlich am Leben gehalten. Es ist offen, wer die Zeche dafür zahlt. Und die indirekte Staatsfinanzierung in vielen Euro-Ländern verstärkt die gegenseitige Abhängigkeit von Banken und Staaten zusätzlich.

    Sind also die Finanzmärkte sicherer geworden? Einzelne Institute ja, das Finanzsystem insgesamt leider nein. Es gibt deshalb durchaus Anlass zur Sorge um die Stabilität. Wichtiger als   jemals zuvor ist es deshalb, Eigenverantwortung einzufordern: Eigenverantwortung eines jeden Kreditinstituts, Eigenverantwortung von kleineren Solidarsystemen, und auch Eigenverantwortung von einzelnen EU-Staaten.

    Wir halten es deshalb für grundfalsch, einzelnen EU-Staaten oder Banken diese Form von ‚
    Eigenvorsorge durch eine zentralisierte Einlagensicherung in Europa abzunehmen. Das lädt zu weniger Sorgfalt und weniger Risikovorsorge ein. Und es beinhaltet die Gefahr, im Falle von kritischen Situationen einzelner Banken die Unsicherheit von Sparern in andere EU-Länder zu exportieren.

    Ein Frachter wird nicht dadurch seetüchtiger, dass man die Schotten zwischen den einzelnen Frachträumen ausbaut, um im Havariefall alles einheitlich zu fluten. Die Politik sollte vielmehr dabei bleiben, auf der Basis einheitlicher europäischer Standards Eigenverantwortung einzufordern.

    Ich will in wenigen Sätzen beschreiben, wie wir als Sparkassen-Finanzgruppe dieser Eigenverantwortung nachkommen.

    Wir haben die europäischen Standards zur Einlagensicherung punktgenau umgesetzt – auch wenn uns das angesichts nachvollziehbarer unterschiedlicher wirtschaftlicher Interessen nicht leichtgefallen ist. Den Medien war das im letzten Jahr breit zu entnehmen. Aber wir haben es geschafft.

    Die Landesbanken stehen stabil im Markt. Durch gute Arbeit der Träger und der Vorstände wurden diejenigen unter ihnen, die in der Finanzkrise auffällig geworden sind, umfassend neu aufgestellt. Und wenn etwa bei der LBBW und der NordLB in Kürze Wechsel an der Spitze anstehen, so können wir feststellen: Herr Vetter und Herr Dr. Dunkel übergeben solide, gut aufgestellte Häuser.

    Die Sparkassen haben durchweg in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse erzielt und ihre Substanz kräftig gesteigert. Das war auch 2015 so. Wir werden mit einem Jahresüberschuss von rund 2 Mrd. Euro und neuen Vorsorgereserven von wiederum über 3 Mrd. Euro sehr gut abschneiden. Damit ist die wirtschaftliche Grundlage vorhanden, um die absehbar wirtschaftlich schwierigeren Jahre aus eigener Kraft sehr solide bestehen zu können. Und die Sparkassen werden auch 2015 wiederum mit mehr als 2,5 Mrd. EUR Ertragsteuern der größte Steuerzahler der deutschen Kreditwirtschaft sein. Die unternehmerischen Hausaufgaben werden gemacht. Um die Sparkassen muss sich niemand Sorgen machen.

    Die DekaBank und die Deutsche Leasing stehen wirtschaftlich sehr gut da. Die Berliner Sparkasse ist auf solidem Kurs. Unsere Aufmerksamkeit gilt jetzt vor allem den Landesbausparkassen und den öffentlichen Versicherern. Hier müssen wir schauen, ob wir einzelne Häuser noch schlagkräftiger machen können.

    Das Fazit insgesamt lautet also: Kein Kunde muss sich um die Institute unserer Gruppe Sorgen machen. Das Geld ist bei uns sicher. Noch nie hat ein Kunde bei uns seine Einlagen verloren. Das bleibt auch so. Deshalb wehren wir uns auch mit aller Kraft gegen Versuche, die zur Absicherung unserer Sparer angesparten Finanzmittel zweckzuentfremden.

    Die Frage beschäftigt Sparkassen und Kunden gleichermaßen. Wir sind kraft unseres Gründungsauftrags und unseres genetischen Codes dafür verantwortlich, dass in Deutschland Vermögensvorsorge betrieben wird. In Zeiten ohne Zinsen ist das allerdings eine sehr schwierige Aufgabe.

    Gerade in der jüngeren Altersgruppe rutscht die Vorsorgebereitschaft. Und die Politik sollte auch den steten Anstieg der Bargeldmenge und die wachsende Nachfrage nach Kundenschließfächern als Warnsignale verstehen. In Niedrigstzinszeiten reicht eine Sparquote von etwas mehr als neun Prozent nicht aus.

    Politik und leider auch manche Kunden unterschätzen krass, was durch den fehlenden Zinseszinseffekt an Lücken entsteht. Die richtige Konsequenz müsste deshalb sein, mehr zu sparen. Die Politik sollte überlegen, das stärker zu fördern und damit die wirtschaftliche Nachhaltigkeit bei jedem Einzelnen zu sichern. Natürlich sollte dieses Sparen in unterschiedlichen Formen stattfinden – besonders das Wertpapiersparen gewinnt an Bedeutung. Wir engagieren uns hier zusammen mit der DekaBank sehr. Man wird dies an unseren Geschäftsergebnissen 2015 sehen.

    Aber natürlich hat die EZB hier einen entscheidenden Einfluss. Ein noch höherer negativer
    Einlagezins wird keine positiven wirtschaftspolitischen Effekte bringen, aber die negativen Wirkungen nochmals verstärken. Denn es würde für die Kreditinstitute nochmal schwieriger, gegen diese Marktbedingungen anzuwirtschaften.

    Ich gehe davon aus, dass es im Markt dann zumindest bei großen Einlagenvolumina gewerblicher Anleger Verwahrgebühren geben wird. Für Sparer wollen wir das ausschließen und werden uns mit ganzer Kraft dagegen stemmen.

    Insgesamt ist das ein Umfeld, in dem Kunden unbedingt Rat in Finanzfragen benötigen. MiFiD II sollte dies berücksichtigen und keine zusätzlichen Hürden aufbauen. Honorarberatung zum Beispiel lohnt sich erst ab Anlagevolumina, die mehr als zehnmal so hoch sind wie das durchschnittliche Portfolio eines Sparkassenkunden.

    Wenn Beratung gegen Honorar angeboten werden müsste, würde das die Breite der Kunden faktisch von Beratung ausschließen und in beratungsfreies Geschäft, womöglich in den grauen Kapitalmarkt, abdrängen. Für ein Land, um dessen Wertpapierkultur es im europäischen Vergleich nicht sehr gut bestellt ist, sind solche regulatorischen Vorschläge weder verbraucherfreundlich, noch gesellschaftspolitisch klug.

    Übrigens: Auch Großbritannien, das die Honorarberatung konsequent umgesetzt hatte, rückt jetzt schon wieder davon ab. Als Sparkassen wollen wir unsere Kunden weiterhin „barrierefrei“ und ohne Eintrittsgeld beraten können.

    Diese Frage beschäftigt derzeit Kunden an vielen Stellen in Deutschland. Sie wird sehr stark an den Geschäftsstellen festgemacht. Ich will deshalb hier festhalten: Unser Ziel bleibt es, überall in unserem Land in zumutbarer Entfernung direkt erreichbar zu sein. Und vor allem: Wir erhalten den direkten menschlichen Kontakt zu einem dem Kunden persönlich bekannten Berater. Wir bauen ihn sogar aus. Allerdings wollen wir das Geschäftsstellennetz umbauen.

    Der Grund dafür ist, dass unsere Kunden fast zweihundertmal häufiger über die Sparkassen-App zu uns kommen als über die Geschäftsstelle. Auf dieses veränderte Kundenverhalten müssen wir reagieren. Wir wollen deshalb die Geschäftsstellen von reinen Abwicklungs- und Transaktionsaufgaben entlasten. Diese sollen zunehmend online erledigt werden.

    Die Geschäftsstellen sollen sich viel stärker auf die Beratung konzentrieren und hier sogar noch aufgewertet werden. Nun kann man diese Aufwertung der Geschäftsstellen nicht in Ein- oder Zwei-Personen-Filialen umsetzen. Diese werden deshalb zu größeren Einheiten zusammengefasst. Damit sinkt zwingend die Zahl der Geschäftsstellen.

    Die Institute gleichen das aus durch rollende Geschäftsstellen, mobile Berater, durch bessere Online-Angebote und auch durch Video-Beratungen. Unter dem Strich wird der Service besser und intensiver. Die Philosophie heißt: Nähe bestimmt sich durch persönlich bekannte und gut erreichbare Berater, nicht zwingend durch Gemäuer.

    Deshalb lautet die Antwort auf die Frage nach der Verlässlichkeit: Wir bleiben ganz klar an der Seite unserer Kunden – überall dort, wo sich der Kunde heute bewegt.

    Wir müssen allerdings darum kämpfen, dass uns die Regulatorik die Luft lässt, Kunden wirklich in den Mittelpunkt der Geschäftspolitik zu stellen. Eine mittelgroße Sparkasse muss heute allein 15 Sonderbeauftragte beschäftigen, die sich um Regulatorik kümmern. Kleine, sehr kundennahe Institute müssen inzwischen nur deshalb fusionieren, damit sie den regulatorischen Wust angemessen bewältigen können. Die Politik sollte aufpassen, dass sie mit den regulatorischen Anforderungen nicht selbst zum größten Hindernis für Kundennähe wird.

    Wir merken im täglichen Geschäft, dass den Kunden der Umgang des Finanzpartners mit ihrem Geld und ihren Daten zunehmend wichtig wird. Gleichzeitig ist erkennbar, dass das Bedürfnis nach Regionalität wächst – sicherlich als Gegengewicht zu einer als immer unsicherer empfundenen Globalisierung.

    Hier kommt uns das traditionelle Geschäftsverständnis der Sparkassen sehr zugute: Einlagen aus der Region bündeln - für Investitionen in die Region. Diese für Kunden leicht nachvollziehbare Verwendung ihres Geldes ist heute neben der Sicherheit ein wesentliches Auswahlkriterium für kreditwirtschaftliche Dienstleister.

    Eigentlich wird es Zeit, dass die Markttester und Verbraucherschützer dieses Kundenbedürfnis endlich einmal in ihre Bewertungen aufnehmen. Ich sehe uns hier sehr gut positioniert – allerdings müssen wir durch unsere Kommunikation und durch eine klare Verknüpfung mit den Produktangeboten daraus noch mehr machen.

    Ein zweiter wichtiger Aspekt ist der Datenschutz. Die Kunden sind zunehmend dafür sensibilisiert, wer sie über welchen Datenzugriff in ihrem täglichen Leben und in ihren Zahlungsverkehrsgewohnheiten ausforscht.

    Tatsächlich unterscheiden sich Dienstleister im Zahlungsverkehr im Wesentlichen dadurch, wie sie mit den Daten ihrer Kunden umgehen. Sparkassen sind keine reinen Zahlungsdiensteanbieter. Deshalb kann ich für die Sparkassen klar sagen: Wir garantieren unseren Kunden, dass wir unser Wissen um Zahlungsverkehrsvorgänge nicht gegen sie und auch nicht zum Nutzen Dritter verwenden.

    Die Frage des Datenschutzes wird auch in Abgrenzung von Paydirekt zu Wettbewerbern sehr relevant werden. Paydirekt ist ein deutsches System mit Investoren, die ihren Sitz in Deutschland haben. Datensicherheit made in Germany ist unser Plus.

    Es hat sich sehr gelohnt, dass die deutsche Kreditwirtschaft intensiv an diesem Projekt gearbeitet und sich die notwendige Zeit gelassen hat. Kunden können bei Paydirekt mit ihrem Girokonto auf Händlerseiten bezahlen. Sie wissen damit genau, wem sie ihre Daten anvertrauen. Kein Kunde einer Sparkasse oder Landesbank benötigt ein Kundenkonto bei Dritten, die ihn ausforschen.

    Unsere technischen Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ab Ende April werden alle Sparkassen an das System angeschlossen. Wir sind damit ebenso schnell breit im Markt wie unsere Wettbewerber.

    Diese Frage wird tatsächlich eher von Medien als von Kunden gestellt. Sie ist deshalb nicht weniger relevant. Im Kern geht es darum, ob sich die klassischen Kreditinstitute gegen allerorten aufkommende Fintechs werden durchsetzen können.

    Vorweg ein Kompliment: Es ist beeindruckend, wie viele Ideen derzeit in Fintechs geboren werden. Und es ist erfreulich, dass diese Innovationsfreude Schwung in die Gestaltung scheinbar langweiliger kreditwirtschaftlicher Anwendungen bringt. Wir können und wollen davon lernen.

    Es ist aber ein grundlegender Unterschied, Innovationen zu entwickeln oder sie breitenwirksam einzusetzen. Unsere Erfahrung ist, dass der Markt in seiner Breite nicht so rasch reagiert wie manche prognostizieren. Das gilt auch und besonders im Zahlungsverkehr.

    Wir betrachten die Fintechs deshalb als Partner und Impulsgeber. Es ist wichtig, dass wir diese Impulse aufnehmen. Wir haben allerdings viel bessere Chancen als die Fintechs, solche Neuerungen mit der Kraft unserer Marke und dem uns entgegen gebrachten Vertrauen breit im Markt umzusetzen. Wie dies aussieht, können Sie heute an der SparkassenApp sehen: Sie erhält beste Bewertungen, wird am häufigsten in den einschlägigen Shops heruntergeladen und steht mit über 800 Mio. Kundenkontakten pro Jahr weit an der Spitze.

    Ich möchte den fünf Kundenfragen eine mir wichtige – sechste – hinzufügen: Die Frage nach der Nachvollziehbarkeit und Transparenz unserer Geschäftspolitik.

    Ich glaube, dass aus einem generellen Misstrauen in das Handeln von Institutionen das Bedürfnis der Menschen wächst, zu verstehen, was wie warum geschieht. Es wird wichtiger als früher werden, offen und transparent zu erklären, was wir tun, was die Gründe dafür sind und welche Effekte wir damit erzielen.

    Das betrifft unser Kerngeschäft. Es betrifft Fragen, nach welchen Maßstäben wir unser Geschäft betreiben. Und es betrifft Fragen, wofür wir den Geschäftserfolg einsetzen. Wir haben hier gute Argumente, die viele Kunden heute gar nicht kennen:

    •    Wer weiß schon, dass wir einer der größten Arbeitgeber Deutschlands sind – mit Arbeitsplätzen in allen Regionen?
    •    Wer weiß schon, dass jeder der 240.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allein durch die Arbeit in der Sparkasse pro Jahr jeweils mehr als 2.000 Euro an Spenden für gemeinnützige Zwecke erwirtschaftet, und jeweils fast 10.800 Euro Steuern für den deutschen Staat?
    •    Wer weiß, dass wir mehr junge Menschen ausbilden als jeder andere gewerbliche Anbieter, oder dass wir die meisten Stiftungen in Deutschland unterhalten?
    •    Wer weiß, dass wir als einzige Kreditinstitutsgruppe von direkt gewählten örtlichen
    Repräsentanten kontrolliert werden und diesen demokratischen Vertretern gegenüber einem besonderen Transparenzgebot unterliegen?

    Ich könnte die Aufzählung fortsetzen. Wir können manchen aktuellen Übertreibungen und Fehldarstellungen nur dann entgegen treten, wenn wir hier offensiver und verständlicher werden. Ich denke, dass unsere Kunden ein offenes Verhalten honorieren werden. 

    Mir ist insgesamt sehr wichtig, dass wir die Sicht unserer Kunden zum Maßstab unseres Handelns machen und dass wir besser als andere die Kunden verstehen und ihnen unser Handeln erklären.

    Wenn wir dies alles tun, ist nicht wichtig, was andere tun oder denken. Dann werden wir die Zukunft gewinnen.

    So werden wir es machen!

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