
Wer gründet, übernimmt Verantwortung, entwickelt Lösungen und gestaltet Zukunft. Genau darum geht es beim Deutschen Gründerpreis für Schüler. In der Spielrunde 2026 haben bundesweit rund 3.650 Schülerinnen und Schüler in 845 Teams gezeigt, wie viel Innovationskraft, Kreativität und Unternehmergeist in der jungen Generation steckt.
Beim Bundesfinale im Frankfurter Städel Museum wurden die zehn besten Teams der diesjährigen Wettbewerbsrunde gewürdigt. Mit ihren Geschäftsideen beschäftigten sie sich unter anderem mit den Themen Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, Bildung, Technologie und Sport. Die Jugendlichen entwickelten dabei nicht nur innovative Produkte und Dienstleistungen, sondern durchliefen auch zentrale Schritte einer Unternehmensgründung – von der Marktanalyse über die Zielgruppendefinition bis hin zur Finanzplanung und Vermarktung.

Platz eins für nachhaltige Alternative zu Streusalz
Den Sieg beim Deutschen Gründerpreis für Schüler 2026 holte das Team „IceGreen“ vom Heiliggeist-Gymnasium in Würselen bei Aachen. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten ein biologisch abbaubares Winter-Streumittel als Alternative zu herkömmlichem Streusalz.
Ihre Idee setzt auf industrielle Nebenprodukte aus Papierherstellung, Forstwirtschaft und Biodieselproduktion. Ziel ist es, Umweltbelastungen wie Grundwasserverschmutzung, Pflanzenschäden, Tierleid oder Korrosion an Fahrzeugen und Infrastruktur zu reduzieren.
Die Jury würdigte insbesondere den überzeugenden Live-Pitch sowie den innovativen Ansatz zur Lösung eines alltäglichen ökologischen Problems. Betreut wurde das Siegerteam von der Sparkasse Aachen.

Künstliche Intelligenz und smarte Sporttechnologie auf dem Podium
Den zweiten Platz belegte das Team „Cognify“ vom Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eine KI-gestützte Anwendung, die Lehrkräfte beim Aufbau digitaler Lernumgebungen unterstützt und Unterricht individueller gestalten soll.
Auf Rang drei landete das Team „LongfordCompany“ vom Otto-Hahn-Gymnasium in Monheim. Die Geschäftsidee: ein intelligenter Golfball mit integrierter Sensorik und Bluetooth-Technologie, der individuelle Leistungsanalysen ermöglicht.
Auszeichnung für besonderes Engagement
Neben den Schülerteams wurden auch engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer des Wettbewerbs ausgezeichnet.
Als „Lehrkraft des Jahres“ ehrte die Jury Marco Neumann-Boermans vom Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen. Er vermittelt unternehmerisches Denken praxisnah und eröffnet seinen Schülerinnen und Schülern durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und außerschulischen Partnern wertvolle Einblicke in die Berufswelt.
Den Titel „Sparkasse des Jahres“ erhielt die Erzgebirgssparkasse. Die Auszeichnung würdigt ihr langjähriges Engagement für den Deutschen Gründerpreis für Schüler sowie die kontinuierliche Begleitung und Förderung junger Talente in der Region.

Finanzielle Bildung und Unternehmergeist stärken
Der Deutsche Gründerpreis für Schüler vermittelt jungen Menschen wichtige Kompetenzen für die Zukunft. Während des Wettbewerbs lernen die Teilnehmenden, Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und im Team Lösungen zu erarbeiten.
Die zehn bestplatzierten Teams gewinnen die Teilnahme an der Gründerpreis Experience. Das Siegerteam wird zudem bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin in der Kategorie „Schüler“ ausgezeichnet.
Der Deutsche Gründerpreis für Schüler wird seit 1999 vergeben und von den Partnern Sparkassen, ZDF, Porsche und Frankfurter Allgemeine Zeitung getragen. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.