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Reform allein reicht nicht: Warum private Vorsorge unverzichtbar bleibt

Altersvorsorge
Die geplante Rentenreform soll die gesetzliche Altersvorsorge langfristig stabilisieren. Klar ist aber schon heute: Um den Lebensstandard im Alter zu sichern, bleibt die private Vorsorge für viele Menschen ein wichtiger Baustein.

Die Rente vor dem demografischen Wandel

Die Bundesregierung will die Empfehlungen der Rentenkommission zügig aufgreifen und daraus konkrete Reformen entwickeln. Ziel ist es, die gesetzliche Alterssicherung langfristig an den demografischen Wandel anzupassen und finanziell tragfähig zu halten.

Die geplanten Reformen sind ein wichtiger Schritt. Sie ändern jedoch nichts daran, dass die ergänzende private Vorsorge angesichts der demografischen Entwicklung für viele Menschen unverzichtbar bleibt. Denn nur das Zusammenspiel von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge kann dazu beitragen, den Lebensstandard im Alter langfristig zu sichern.

Drei Säulen für mehr Sicherheit im Alter

Die gesetzliche Rente bleibt auch künftig das Fundament der Alterssicherung. Ergänzt wird sie durch die betriebliche und die private Altersvorsorge. Gemeinsam bilden sie die drei Säulen der Altersvorsorge.

Die Empfehlungen der Rentenkommission sind ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente. Sie sehen unter anderem vor, diese durch stärker kapitalgedeckte Elemente zu ergänzen. Unabhängig davon bleiben die betriebliche und die private Altersvorsorge unverzichtbare Bestandteile eines zukunftsfesten Alterssicherungssystems.

Nur wenn alle drei Säulen sinnvoll zusammenspielen, kann die finanzielle Absicherung im Alter langfristig auf eine breite Grundlage gestellt werden.

Warum private Vorsorge immer wichtiger wird

Unabhängig von den geplanten Reformen gilt: Wer zusätzlich privat vorsorgt, kann Versorgungslücken schließen und den eigenen finanziellen Spielraum im Alter erweitern.

Private kapitalgedeckte Vorsorge ermöglicht es, langfristig die Chancen der Kapitalmärkte für den Vermögensaufbau zu nutzen. Je früher mit dem Sparen begonnen wird und je länger der Anlagehorizont ist, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken.

Damit möglichst viele Menschen diese Möglichkeiten nutzen können, braucht es leicht verständliche Angebote und eine gute Finanzbildung. Nur wer die Funktionsweise unterschiedlicher Anlageformen kennt, kann eine Vorsorge treffen, die zur eigenen Lebenssituation passt.

Betriebliche Altersvorsorge weiter stärken

Auch die betriebliche Altersvorsorge leistet einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Absicherung im Alter. Dennoch nutzen viele Beschäftigte die bestehenden Möglichkeiten bislang nicht oder nur eingeschränkt.

Umso wichtiger ist es, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und den Zugang insbesondere für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen zu erleichtern. So kann die betriebliche Altersvorsorge künftig einen noch größeren Beitrag zur Altersvorsorge leisten.

Frühzeitig vorsorgen lohnt sich

Die Debatte über die Rentenreform macht deutlich: Altersvorsorge muss als Gesamtsystem gedacht werden. Reformen der gesetzlichen Rente sind notwendig. Ebenso entscheidend bleibt jedoch, dass Menschen frühzeitig zusätzlich vorsorgen und dabei die betriebliche und private Altersvorsorge nutzen.

Die Sparkassen unterstützen ihre Kundinnen und Kunden dabei, eine passende Vorsorgestrategie zu entwickeln und langfristig Vermögen für das Alter aufzubauen. Denn eine solide Altersvorsorge beginnt nicht erst kurz vor dem Ruhestand, sondern möglichst früh.