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DSGV-Präsident Ulrich Reuter fordert klare Ziele für Deutschlands Reformen

Jahrestagung von IWF und Weltbank
Im Vorfeld der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Bangkok in der kommenden Woche hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, für ein klares und positives wirtschaftliches Zukunftsbild für Deutschland geworben. 

Im Vorfeld der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Bangkok in der kommenden Woche hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, für ein klares und positives wirtschaftliches Zukunftsbild für Deutschland geworben. Strukturelle und mutige Reformen seien notwendig. Damit daraus neue Zuversicht entstehe, müsse aber auch klarer werden, welches Ziel damit erreicht werden solle.

„Wir reden viel darüber, was sich in Deutschland ändern muss. Dabei geht es aber noch zu wenig darum, wohin diese Veränderungen führen sollen. Wer Veränderungen plant und den Menschen damit einiges abverlangt, muss auch deutlich machen, wofür. Die Bürgerinnen und Bürger müssen erkennen können, was dadurch für sie und für das Land besser wird“, so Reuter. Ein Aspekt dürfe dabei nicht aus dem Blick geraten: Deutschland verfüge über eine starke wirtschaftliche Substanz und engagierte Menschen.

Im internationalen Austausch falle auf, dass viele Länder vor ähnlichen Herausforderungen stünden wie Deutschland, aber optimistischer in die Zukunft schauten. Dabei gebe es auch hierzulande Anlass für Zuversicht. Deutschland verfüge über einen leistungsfähigen Mittelstand mit gut ausgebildeten Mitarbeitenden und viel technologischem Know-how. Dem stünden reale Probleme gegenüber: zu langsame Genehmigungsverfahren, hohe Standortkosten und die Folgen des demografischen Wandels auf die Sozialsysteme. Reuter: „Diese Herausforderungen können bewältigt werden.“

Erste Anzeichen für eine wirtschaftliche Belebung seien bereits erkennbar. So hätten die Sparkassen im ersten Halbjahr 2026 mehr neue Kredite an Unternehmen und Selbständige zugesagt als im Vorjahreszeitraum (46,6 Milliarden Euro, +5,8 Prozent). Zugleich sei die Zahl der Neugründungen gestiegen. „Wer investiert oder ein Unternehmen gründet, setzt auf die Zukunft. Genau diese Zuversicht brauchen wir. Deutschland muss wieder mehr Lust auf Zukunft entwickeln. Dafür muss sichtbar werden, wohin die Veränderungen führen“, sagte Reuter.

Als Ziel der notwendigen Reformen nannte Reuter einen Wohlstand, an dem möglichst viele Menschen teilhaben. „Wachstum muss Wohlstand in der Breite der Bevölkerung bedeuten. Dazu gehört, dass mehr Menschen eigenes Vermögen aufbauen können und öffentliche Ausgaben die wirtschaftlichen Möglichkeiten von morgen stärken. Gerade in einer alternden Gesellschaft brauchen wir Wachstum, von dem auch kommende Generationen profitieren.“