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Finanzbildungsstrategie der Bundesregierung muss auf bestehenden Angeboten aufbauen

Entwurf zur Stärkung der finanziellen Bildung
Die geplante Nationale Finanzbildungsstrategie kann nach Einschätzung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) dazu beitragen, dass junge Menschen frühzeitig lernen, selbstbestimmt finanzielle Entscheidungen zu treffen. Entscheidend seien nun messbare Ziele und die konsequente Einbindung bestehender Strukturen.

„Wer früh lernt, mit Geld umzugehen und finanzielle Entscheidungen zu verstehen, profitiert davon ein Leben lang. Deshalb ist es richtig, dass der Bund dieses Thema jetzt strategisch angeht“, sagt Karolin Schriever, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV. Der vorgelegte Referentenentwurf sei dafür eine sehr gute Grundlage.

Der Entwurf sieht ausdrücklich vor, gemeinnützige und private Akteure als wichtige Partner einzubeziehen. Das sei der richtige Ansatz. Positiv sei zudem, dass die Strategie Schülerinnen und Schüler ebenso erreichen will wie Berufseinsteiger, Familien oder Ältere, unabhängig von Vorwissen.

Der DSGV wird sich aktiv in die weiteren Beratungen einbringen. Dabei kann die Sparkassen-Finanzgruppe auf langjährige Erfahrung zurückgreifen: Der Sparkassen-Schulservice und der Beratungsdienst Geld und Haushalt sind seit Jahrzehnten in Klassenzimmern, bei Familien mit knappem Budget und bei Menschen in Umbruchsituationen wie Jobwechsel, Trennung oder im Ruhestand präsent. Beide Angebote sind kostenfrei, werbefrei und alltagsnah.

„Wir haben die Strukturen und die Erfahrung, um Finanzbildung dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird: in die Schulen, in die Familien, vor Ort in jede Region. Wenn wir das gemeinsam nutzen, können wir einer ganzen Generation mehr Sicherheit im Umgang mit Geld mitgeben. Das ist gelebtes Gemeinwohl“, so Karolin Schriever.

Im weiteren Verfahren sollte aus Sicht des DSGV klarer werden, woran der Erfolg der Strategie nach fünf Jahren gemessen wird. Dafür brauche es konkrete Ziele und nachvollziehbare Erfolgskriterien. „In fünf Jahren sollten wir sagen können: Mehr junge Menschen haben ein finanzielles Polster, weniger stecken im Dispo fest. Daran muss sich die Strategie messen lassen”, so Schriever.