
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hält diesen Schritt angesichts des weiterhin hohen Inflationsdrucks für richtig. Ulrich Reuter, Präsident des DSGV, sagt: „Die EZB hat heute konsequent gehandelt. Die höheren Energiepreise infolge der Sperrung der Straße von Hormus kann sie zwar nicht verhindern, sie kann aber beeinflussen, dass die Preise nicht dauerhaft und auf breiter Front steigen.“
Die Inflationsrate im Euroraum ist im August auf 3,3 Prozent gestiegen. Neben den höheren Energiepreisen haben sich in den vergangenen Wochen auch die Bedingungen an den Kapitalmärkten verändert. Insbesondere die langfristigen Zinsen sind bereits deutlich gestiegen. Gründe dafür sind der anhaltende Inflationsdruck, aber auch wachsende Sorgen über die hohe Staatsverschuldung in vielen Ländern.
Reuter: „Die EZB muss nun genau beobachten, wie sich die höheren Energiepreise und die gestiegenen Finanzierungskosten auf Inflation und Konjunktur auswirken. Mit der heutigen Entscheidung verhindert sie zugleich, dass kurz- und langfristige Zinsen zu stark auseinanderlaufen. Entscheidend ist, dass die Inflationserwartungen stabil bleiben und sich der Preisauftrieb nicht verfestigt.“