
Europa bringt viele Deep-Tech-Startups hervor, aber zu wenige von ihnen schaffen den Sprung in die Wachstumsphase. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und die Sparkasse KölnBonn sehen deshalb vor allem bei der Finanzierung wachsender Technologieunternehmen Handlungsbedarf. Das unterstreicht der Global Deep Tech Report 2026, an dem unter anderem die TU München, der High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital und der DeepTech & Climate Fonds beteiligt sind: 45 Prozent der untersuchten Deep-Tech-Startups sitzen in Europa, aber nur 17 Prozent des globalen Deep-Tech-Kapitals fließen hierhin.
„Europa verfügt über hervorragende Forschung und technologische Kompetenz. Entscheidend ist jetzt, daraus auch international erfolgreiche Unternehmen zu entwickeln. Gerade bei Deep Tech müssen Eigenkapital, Fremdkapital und öffentliche Förderinstrumente besser zusammenspielen, damit innovative Unternehmen auch in der Wachstumsphase die notwendige Finanzierung erhalten“, sagt Ulrich Reuter, Präsident des DSGV.
Deep-Tech-Unternehmen haben aufgrund langer Entwicklungszeiten und hoher Investitionen besondere Finanzierungsbedürfnisse. Der Report beschreibt zwei kritische Finanzierungslücken: auf dem Weg von der Forschung zum „Proof of Concept“ sowie vom Pilotprojekt zum kommerziellen Einsatz. Keine einzelne Finanzierungsquelle könne diese Phasen allein abdecken, erforderlich sei ein Mix verschiedener Instrumente.
„Deep Tech braucht neben Kapital vor allem starke Netzwerke. Als Sparkasse vor Ort können wir Gründerinnen und Gründer mit Hochschulen, Förderinstituten, Investoren und etablierten Unternehmen zusammenbringen und sie bei passenden Finanzierungslösungen begleiten“, sagt Stephan Ortolf, Vorstandsmitglied der Sparkasse KölnBonn für Firmenkunden, Institutionelle Kunden und Treasury.
Welche Bedeutung regionale Ökosysteme dabei haben, zeigt auch die Studie: Sie nennt Rhein-Ruhr als einen aufstrebenden deutschen Deep-Tech-Hub und hebt die Verbindung von Forschung und industrieller Basis hervor. Auch die Region KölnBonn verfügt über gute Voraussetzungen – mit einer starken Wissenschaftslandschaft, innovativen Netzwerken und einer leistungsfähigen Wirtschaft.
Die Sparkasse KölnBonn übernimmt vor Ort eine aktive Rolle und ist für Gründerinnen und Gründer weit mehr als eine reine Finanzierungspartnerin. Mit ihrem GründerCenter und dem Team Startup Solutions unterstützt sie junge Technologieunternehmen nicht nur bei Finanzierungs- und Förderfragen, sondern auch mit Workshops, Mentoring, Veranstaltungen und dem gezielten Zugang zu Netzwerken aus Wirtschaft, Wissenschaft und Investment. Darüber hinaus engagiert sich die Sparkasse KölnBonn auch für lokale und regionale Wirtschaftsförderungsinitiativen im Startup-Bereich und trägt damit dazu bei, die Gründungs- und Innovationslandschaft in Köln und Bonn nachhaltig zu stärken.
Das Thema Deep Tech steht auch bei der diesjährigen Digital X auf der Agenda. Kai André Mischak aus dem Team Startup Solutions der Sparkasse KölnBonn wird dort morgen in einer Masterclass über Deep Tech und die Herausforderungen auf dem Weg von der technologischen Idee zur Skalierung sprechen. Auch Stephan Ortolf wird bei der Digital X vor Ort sein. Im Vorfeld hat er im Podcast "Plaudertaschen – Banking von morgen" darüber gesprochen, wie mittelständische Unternehmen digital souverän bleiben und wie Sparkassen dabei unterstützen können.