
Kartenzahlung ist in Deutschlands Gastronomie inzwischen weit verbreitet. Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) unter rund 70.000 gastronomischen Betrieben in den 101 einwohnerstärksten Städten Deutschlands zeigt: Von den Restaurants, die ihre akzeptierten Zahlungsarten bei Google Maps angeben, bieten 89 Prozent Kartenzahlung an. Gleichzeitig unterscheiden sich die Wahlmöglichkeiten beim Bezahlen regional deutlich.
Besonders verbreitet ist Kartenzahlung in Konstanz: 97,6 Prozent der Restaurants mit Zahlungsangabe bieten sie an. Es folgen Gütersloh mit 96,8 Prozent und Kiel mit 95,8 Prozent. Anders fällt das Bild in Ludwigshafen am Rhein aus: Dort akzeptieren 34,3 Prozent der Restaurants mit Zahlungsangabe ausschließlich Bargeld – der höchste Wert im Städtevergleich. Details zu den einzelnen Städten sind unter sparkasse.de/gastro abrufbar.
Der Wunsch nach Wahlmöglichkeiten beim Bezahlen ist dabei groß. Nach der aktuellen Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 der Deutschen Bundesbank bevorzugen 52 Prozent der Menschen unbare Zahlungsmittel. Rund ein Viertel konnte im vergangenen Monat mindestens einmal nicht wie gewünscht bargeldlos bezahlen.
„Für uns ist nicht entscheidend, ob jemand lieber bar, mit Karte oder mit dem Smartphone bezahlt. Entscheidend ist, dass die Menschen wählen können“, sagt Dr. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV. „Bargeld und digitales Bezahlen sind keine Gegensätze. Ein moderner Zahlungsverkehr muss beides ermöglichen.
Dazu gehört auch, es Betrieben möglichst einfach zu machen, bargeldlose Zahlungen anzunehmen.“
Die technischen Hürden dafür sind heute deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren. Gerade kleinere Betriebe können inzwischen mit einfachen Lösungen in den bargeldlosen Zahlungsverkehr einsteigen, bei den Sparkassen etwa über S-POS Cube. Das kompakte Kartenlesegerät ermöglicht die Annahme gängiger bargeldloser Zahlverfahren einschließlich der girocard. Die girocard ist mit rund 4,2 Milliarden Transaktionen im ersten Halbjahr 2026 das meistgenutzte bargeldlose Bezahlverfahren in Deutschland. Schmalzl: „Gerade weil die girocard im Alltag so breit genutzt wird, kann ihre Akzeptanz für Betriebe helfen, zusätzliche Kundenpotenziale zu erschließen. Entscheidend ist, dass der Bezahlvorgang möglichst nicht zum Hindernis wird.“
Auch zwischen den Gastronomieformen gibt es Unterschiede: Ausschließlich Bargeld akzeptieren 20,4 Prozent der Imbisse und Fast-Food-Betriebe, aber nur 3,3 Prozent der Burger-Restaurants und 3,9 Prozent der italienischen Restaurants.
Grundlage der Auswertung sind öffentlich einsehbare Google-Maps-Angaben von 70.364 Restaurants in den 101 einwohnerstärksten Städten Deutschlands. Bei rund einem Viertel der Betriebe ist dort keine Zahlungsart hinterlegt. Die Daten wurden am 30. Juli 2026 mithilfe des Datendienstes Outscraper ausgelesen und ausgewertet. Die Angaben bilden den zum Erhebungszeitpunkt bei Google Maps hinterlegten Stand ab; die tatsächliche Praxis vor Ort kann davon abweichen. Eine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität kann nicht übernommen werden.