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Sparkassen steigern zum dritten Mal in Folge ihre Kreditvergabe

Rund 6 Prozent mehr Unternehmenskredite im ersten Halbjahr zugesagt
Das Kreditgeschäft der Sparkassen hat sich im ersten Halbjahr 2026 gut entwickelt. Insgesamt wurden 84,4 Milliarden Euro an neuen Darlehen zugesagt. Das entspricht einem Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die Sparkassen haben im dritten Jahr hintereinander ihr Kreditneugeschäft gesteigert. Das ist ein starkes Ergebnis und Ausdruck des Vertrauens der Kundschaft in die Sparkassen als Finanzpartner Nummer Eins in Deutschland“, so Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) heute in Berlin.     

An Privatpersonen wurden seit Jahresbeginn 31,5 Milliarden Euro an neuen Krediten zugesagt. Das entspricht nahezu dem Wert des guten Vorjahreszeitraums. Ein Grund dafür ist, dass in Deutschland wieder mehr gebaut wird, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Im gesamten 1. Halbjahr 2026 wurden in Deutschland Baugenehmigungen für 126.300 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden erteilt. Das waren 15,1 Prozent oder 16.600 Wohnungen mehr als im 1. Halbjahr 2025. 

Das schlägt sich auch im Geschäft der Sparkassen nieder. Bei den Privaten Wohnimmobilienfinanzierungen wurden im ersten Halbjahr bei leicht steigenden Zinsen mit 28,0 Milliarden Euro 0,6 Prozent mehr private Immobilienfinanzierungen zugesagt als im 1. Halbjahr 2025. „Mit dem Bauturbo hat die Politik erste, richtige Signale gesetzt. Wir sehen, wie schnell das erste Früchte trägt. Dieser Trend muss jetzt weiter politisch unterstützt werden. Denn insbesondere die Baunebenkosten sind immer noch deutlich zu hoch. Hinzu kommen zuletzt gestiegene Materialkosten, auch infolge der dürrebedingten Schwierigkeiten bei der Nutzung der Wasserwege. Das alles bremst aktuell noch die private Bautätigkeit“, so Reuter.   

Im gewerblichen Kreditgeschäft verlief die Kreditnachfrage nochmals besser als im Vorjahr. Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben die Sparkassen bis Ende Juni 46,6 Milliarden Euro an neuen Krediten für Unternehmen und Selbständige zugesagt, 2,6 Milliarden Euro (+5,8 Prozent) mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Auf Betriebsmittel- und Investitionskredite entfiel dabei ein Plus von 3,9 Prozent. „Auch wenn die Unsicherheit noch zu spüren ist, beginnen die Unternehmen inzwischen wieder zu investieren. Das ist ein wichtiges Zeichen, denn nur wer an die Zukunft glaubt, investiert in seinen Betrieb“, so Reuter. Erfreulich verlief auch das Neugeschäft bei den gewerblichen Wohnungsbaukrediten. Hier verzeichneten die Sparkassen ein deutliches Plus von knapp zehn Prozent. 

Der Kundenkreditbestand bei den Sparkassen hat sich seit Jahresbeginn um +9,9 Milliarden Euro (+0,9 Prozent) auf rund 1,1 Billionen Euro erhöht, nach +7,9 Milliarden Euro (+0,7 Prozent) im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. 


Foto: ©S-Com/Westend61