
Karolin Schriever, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), sieht darin ein wichtiges Signal: „Europa braucht eine Savings and Investments Union mit echter Wirkung – für Unternehmen, für Innovationen und für die Menschen, die hier sparen. Wenn wir Wettbewerbsfähigkeit, Transformation und strategische Souveränität stärken wollen, müssen wir private Ersparnisse gezielter für Investitionen mobilisieren.“ Entscheidend sei dabei, dass die Menschen, die sparen, am Wachstum und an der Transformation Europas besser teilhaben können.
Aus Sicht des DSGV kann eine Savings and Investments Union nur erfolgreich sein, wenn sie Kapitalmärkte stärkt und zugleich die bankbasierte Finanzierung als tragende Säule anerkennt. „Europa ist und bleibt in weiten Teilen über Finanzinstitute finanziert. Leistungsfähige Kapitalmärkte sind wichtig, sie ersetzen aber keine starke Kreditvergabe durch regional verankerte Institute. Beides gehört zusammen. Nur so entsteht eine Finanzierungsarchitektur, die Investitionen in Mittelstand, Infrastruktur und Innovation zuverlässig ermöglicht und damit auch im Interesse der Menschen ist“, so Karolin Schriever.
Für die Sparkassen-Finanzgruppe ist dabei entscheidend, dass Kleinanlegerinnen und Kleinanleger tatsächlich profitieren. Aus Sparen müsse mehr Investieren werden. Hier liege eine Kernaufgabe der Sparkassen. Karolin Schriever: „Europa hat keinen Mangel an Kapital – sondern enormes Mobilisierungspotenzial. Die Sparkassen leisten genau dazu seit jeher einen Beitrag: Wir bringen Ersparnisse in die Realwirtschaft und machen Investitionen möglich. Und wir sorgen dafür, dass Menschen mit ihren Ersparnissen für sie passende Perspektiven für Vermögensaufbau und Altersvorsorge bekommen.“ Entscheidend werde sein, dass den Leitlinien nun zügig konkrete Maßnahmen folgen.