
Gleichzeitig macht der DSGV deutlich, wo die Geldpolitik an ihre Grenzen stößt: „Für nachhaltige wirtschaftliche Stabilität sind vor allem verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen nötig. Entscheidungen über Investitionen hängen nicht allein vom Zinsniveau ab, sondern vor allem von Planungs- und Rechtssicherheit. Der Aufwand, bürokratische Hemmnisse zu überwinden, ist für viele Unternehmen eine erhebliche Belastung“, so Reuter. Nun sei die Politik insbesondere in Deutschland gefordert, kurzfristig alles Nötige zu tun, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts zu stärken.
Der heutige Zinsschritt schaffe eine geldpolitische Leitplanke. Er sei für den Euroraum vertretbar, weil sich die Preisentwicklung gemessen an den übrigen Einflussfaktoren weiterhin in Richtung des EZB-Ziels von zwei Prozent bewegt.
Deutlich angespannter stelle sich dagegen die Lage in den USA dar. Reuter: „Dort werden die hohen Importzölle auf jeden Fall stark preistreibend wirken. Die Federal Reserve dürfte deshalb keinen weiteren Spielraum für Zinssenkungen mehr haben.“