zum Inhalt springen

Reuter: „Zinssenkung ist richtig – aber ohne Investitionsanreize bleibt der Mittelstand ausgebremst“

Pressemitteilung
Die Leitzinsentscheidung der EZB wird vom DSGV als notwendig anerkannt – zugleich mahnt Reuter, dass ohne weiterreichende Investitionsimpulse der Mittelstand kaum profitieren kann. Der Verband setzt auf einen ausgewogenen politischen Rahmen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute ihren Leitzins erneut um 25 Basispunkte gesenkt. Damit erreicht sie nach Einschätzung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes ein Niveau, das nicht länger konjunkturbremsend wirkt. Doch ein weiterer Zinsschritt allein bringe Europa nicht zurück auf den Wachstumspfad. Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), fordert daher entschiedene wirtschaftspolitische Impulse: „Die EZB hat ihren Teil getan. Doch für nachhaltiges Wachstum braucht es mehr als Zinssenkungen. Nötig ist eine verlässliche Standortpolitik. Andernfalls verpufft der geldpolitische Effekt. Das kann sich Europa nicht leisten.“

Niedrigere Zinsen sind kein Ersatz für strukturelle Reformen, betont Reuter: „Europa braucht eine Wirtschaftspolitik, die Unternehmen gezielt stärkt. Dazu gehören Investitionsanreize, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren und verlässliche Rahmenbedingungen für den Mittelstand.“ Das von Union und SPD vorgeschlagene Finanzierungspaket sei in diesem Zusammenhang ein wichtiges Signal. Es müsse aber durch Strukturreformen entsprechend begleitet werden.

Mit Blick auf die kommenden Monate hält der DSGV eine Zinssenkungspause für denkbar.