
„Die deutschen Sparkassen setzen ihre guten Geschäftsergebnisse 2025 ein, um kräftig in die Zukunft zu investieren“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe in Frankfurt a.M.
2025 haben die 339 deutschen Sparkassen ein operatives Ergebnis vor Bewertung in Höhe von über 18 Mrd. EUR erreicht. Der Zinsüberschuss ist stabil, der Provisionsüberschuss hat sich in den letzten Jahren auf neue Höchststände geschraubt. Die Sparkassen führen inzwischen mehr als 42,5 Millionen Girokonten, 113.000 mehr als im Jahr zuvor. Mit knapp 20 Millionen Nutzenden haben die Sparkassen die beste und erfolgreichste Banking-App im Markt – mit über 4.000 Neuregistrierungen netto täglich. „Unsere Strategie geht auf, wir haben uns in der Alltagsrelevanz gegen alte und neue Wettbewerber behauptet. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir auch bei der Kompetenz für einen langfristigen Wohlstand unserer Kunden wiederholen und uns im Wertpapiergeschäft deutlich steigern“, so der DSGV-Präsident.
Die guten betriebswirtschaftlichen Ergebnisse waren die Grundlage, um die Investitionen in Mitarbeitende und Technik (Verwaltungsaufwand) um 1,2 Mrd. EUR auf 23,5 Mrd. EUR erhöhen zu können. 199.825 Menschen arbeiten inzwischen bei den deutschen Sparkassen, darunter 15.668 Auszubildende und Trainees – ein Plus von fast 10 Prozent gegenüber 2024. Reuter: „Mehr Mitarbeitende und deutlich mehr Auszubildende – das sind klare Botschaften in einer Zeit, in der andere Personal abbauen, auch solche aus der Finanzwirtschaft.“ Und mit 5,1 Mrd. EUR gewinnabhängigen Steuern sind die Sparkassen einer der größten Steuerzahler in Deutschland.
Die Sparkassen haben insgesamt ihre Risiken im Griff. Die Kreditrisikovorsorge bleibt mit 2,7 Mrd. EUR nahezu stabil. Trotz steigender Insolvenzzahlen sehen die Sparkassen bei ihren Unternehmenskunden nach wie vor eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit. Deutliche Anstiege in den Kreditausfällen werden auch für das laufende Jahr nicht erwartet.
Ihre wirtschaftliche Substanz verbessern die Sparkassen, indem sie vor dem Gewinn von 2,8 Mrd. EUR die Vorsorgereserven in Höhe von 7,6 Mrd. EUR sowie den mit weiteren rund 6 Mrd. EUR definierten Zusatzfonds für die Sicherheit der Kundeneinlagen kräftig weiter auffüllen. Die Kernkapitalquote nach CRR bleibt mit 16,8 Prozent nahezu stabil. Reuter: „Die Sparkassen sind für die Zukunft angemessen kapitalisiert. Sie haben die Substanz, um ihre eigene Zukunft und die ihrer Kundinnen und Kunden umfassend zu finanzieren.“