Haasis: Wirtschaftswachstum von einem Prozent möglich
01.02.2012 – Pressemitteilung Nr. 8
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) prognostiziert für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent. „Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben sich in den vergangenen Monaten wieder spürbar aufgehellt, eine Eins vor dem Komma ist beim Wachstum nicht utopisch“, so Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), anlässlich der Vorstellung der Studie „Diagnose Mittelstand 2012“ heute in Berlin.
Voraussetzung sei aber, so Haasis, dass schnell und spürbar Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in Europa erzielt würden. „Wir sollten es nicht zulassen, dass eine Schuldenkrise nur mit neuen Krediten bekämpft werden soll“, sagte Haasis. Die USA hätten eine eher auf kurzfristige Stimulation, denn auf Stabilität ausgerichtete Tradition. „Dies sollte aber nicht unser Weg sein. Wir müssen in Deutschland auf einer Balance von Solidität und Solidarität bestehen. Auch deshalb führt an Konsolidierungsprogrammen und dem Instrument der Schuldenbremse kein Weg vorbei.“
Haasis begrüßte, dass die EU-Staaten sich nahezu vollständig auf entsprechende Maßnahmen verständigt hätten. Es komme nun darauf an, diese schnellstmöglich in den einzelnen Ländern auch umzusetzen.
Auch Deutschland werde sich nicht dauerhaft vollständig von der Krise abkapseln können, so der DSGV-Präsident. „Es ist aber völlig unangebracht, von einer Rezession zu sprechen.“ In den meisten Branchen seien Lage, Kapazitätsauslastung sowie Geschäftserwartungen gut. Dagegen fehlten die typischen Begleiterscheinungen einer Rezession, wie steigende Arbeitslosenzahlen, Druck auf die Ertragslage der Unternehmen und andere Schwächezeichen, bislang völlig, so Haasis abschließend.
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) ist der Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe. Dazu gehören 426 Sparkassen, acht Landesbanken-Konzerne, die DekaBank, zehn Landesbausparkassen, elf Erstversicherergruppen der Sparkassen und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen.
(Stand 31.12.2011)
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