Sparkassen forcieren Abschaffung des Magnetstreifens
03.01.2011 – Pressemitteilung Nr. 2
Die Sparkassen unterstützen die Forderung des Bundeskriminalamtes, den Magnetstreifen von deutschen girocards (ehemals ec-Karten) zu entfernen. Sie setzen bereits seit 1996 den Chip flächendeckend auf den SparkassenCards ein. „Der Chip ist leistungsfähiger und sicherer als der Magnetstreifen. Deswegen geht die Entwicklung ganz klar weg vom Magnetstreifen hin zum Chip“, teilt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit.
Die rund 45 Mio. SparkassenCards sind bereits heute mit der neuesten und sichersten EMV-fähigen Chipgeneration ausgestattet und erfüllen damit alle Kriterien, die der europäische einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum für Kartenzahlungen vorsieht. Mit dem Chip können die Kunden an deutschen Geldautomaten Bargeld abheben und mit electronic cash (Karte und PIN) im Handel bezahlen. Das Bezahlen mit Karte und Unterschrift (so genanntes ELV-Verfahren) sowie Kontoauszugsdrucker und andere Anwendungen arbeiten jedoch noch mit dem Magnetstreifen. Im Ausland wird der Magnetstreifen noch häufiger eingesetzt.
Bevor der Magnetstreifen auf den Karten vollständig entfallen kann, sind noch zahlreiche Umstellungen notwendig. Ab 01. Juli 2011 werden aber alle ec-Zahlungen nur noch über den Chip mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl abgewickelt. In 2012 werden dann alle Verfügungen am Geldautomat mittels girocard ausschließlich per Chip und PIN folgen. „Danach werden wir die nicht-zahlungsverkehrsrelevanten Nutzungen der girocard wie z.B. den Kontoauszugsdruck umstellen“, so der DSGV.
Neue Angebote werden in Zukunft nur noch auf Basis der Chiptechnologie entwickelt. So werden die Sparkassen ab Mitte 2011 als erste Institutsgruppe in Deutschland mit der Einführung des kontaktlosen Bezahlens mit der girocard beginnen. Damit wird das Bezahlen von kleinen Beträgen sicherer, komfortabler und schneller.
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