Deutsche sind bereit, in Umbau des Energiesystems zu investieren

09.01.2012 – forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU)

Foto: ©BMU/B. Hiss

Auch fast ein Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima ist die Bereitschaft der Deutschen weiterhin sehr hoch, für den Umbau des Energiesystems mehr Geld auszugeben. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Anfang Dezember 2011 durchgeführt wurde. Demnach sind 61 Prozent der Befragten bereit, für ihren Strom mehr zu bezahlen, um damit den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen.

Der Umbau des Energiesystems ist jedoch nicht allein durch höhere Strompreise zu realisieren. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist auch die Akzeptanz für große Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise von Windparks, in der Bevölkerung. Laut Umfrage fänden es 54 Prozent der Befragten gut beziehungsweise sehr gut, wenn in ihrer Nachbarschaft eine Wind-Energie-Anlage stünde.

Auch Stadtwerke bemühen sich seit vielen Jahren um den Ausbau regenerativer Infrastrukturprojekte. Derzeit investieren kommunale Versorger laut VKU fast sieben Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien. In zahlreichen Kommunen und Regionen Deutschlands sind dabei Kooperationen zwischen Sparkassen und Stadtwerken entstanden, die einen verstärkten Einsatz regenerativer Energien in der kommunalen Energieversorgung zum Ziel haben. Stadtwerke sind ebenso wie Sparkassen als Institutionen mit lokalem Bezug wichtige Akteure bei der Umsetzung der Energiewende. Die dabei realisierten Angebote wie zum Beispiel „Klima-„ oder „Energie-Sparbriefe“ zur Finanzierung von Photovoltaik- und Windenergieanlagen ermöglichen auch Kleinanlegern, sich an der Finanzierung von Projekten zum Ausbau regenerativer Energien zu beteiligen.

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