Was bedeutet Nachhaltigkeit?
Eigentlich geht es um eine ganz einfache Sache: Mit den Ressourcen, die man zur Verfügung hat, so sorgfältig umzugehen und hauszuhalten, dass man selbst und auch zukünftige Generationen diese nutzen können.
„Nachhaltigkeit“ hat Konjunktur. Man begegnet dem Wort, wenn es um Umweltschutz, erneuerbare Energien oder Bioprodukte geht, aber auch im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und sozialen Fragen. Ursprünglich bezeichnete es das forstwirtschaftliche Prinzip, einem Waldstück jährlich nur so viel Holz zu entnehmen, wie innerhalb eines Jahres nachwachsen kann. Das Verb „nachhalten“ bedeutet also, etwas Vorhandenes zu nutzen und gleichzeitig zu bewahren.
„Nachhaltigkeit“ umfasst nach dem von der UNESCO erarbeiteten Verständnis neben der ökologischen auch eine wirtschaftliche und eine soziale Dimension. Ökologische Nachhaltigkeit meint den schonenden und bedachten Umgang mit natürlichen Ressourcen, ökonomische Nachhaltigkeit die Grundlagen für langfristige Wohlstandssicherung und soziale Nachhaltigkeit die Partizipation aller Mitglieder in einer Gesellschaft. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist jede dieser Dimensionen gleichermaßen wichtig zu bewerten.
Die Bundesregierung formulierte 2001 in den Leitlinien zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie: „Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht möglich.“
