Staatliche Museen zu Berlin und Sparkassen-Finanzgruppe gehen umfassende und langfristige Partnerschaft ein
Die Staatlichen Museen zu Berlin und die Sparkassen-Finanzgruppe haben sich auf eine umfassende und langfristige Zusammenarbeit zur Förderung von Kunst und Kultur verständigt. Mit der zunächst auf drei Jahre angelegten Kooperation wird die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch die Berliner Sparkasse, die DekaBank und den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), zum Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin.
Die Staatlichen Museen zu Berlin bilden mit ihren 15 Sammlungen, drei Forschungseinrichtungen und der Gipsformerei ein einmaliges Universalmuseum von den Anfängen der Kunst und Kulturen der Welt bis zur Gegenwart. Hervorgegangen aus dem „Königlichen Museum“ Friedrich Wilhelm III. von Preußen präsentieren sie heute an mehreren Standorten in Berlin ihre Schätze den Besuchern aus Berlin, Deutschland und der Welt. Ein Ziel der umfassenden Kooperation zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe und den Staatlichen Museen zu Berlin ist es, dieses bedeutende museale Erbe, ausgewählte herausragende Ausstellungen sowie Vorhaben in der Jugendbildung zu unterstützen.
„Ich freue mich auf die Partnerschaft mit der Sparkassen-Finanzgruppe, die als unser Hauptförderer nicht nur wichtige Ausstellungen fördert, sondern uns auch ermöglicht, in der Vermittlung und im Marketing neue Wege zu gehen. Das ist für alle unsere Häuser ein großer Gewinn“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Sparkassen-Finanzgruppe fördere Kunst und Kultur auf allen Ebenen, sagte DSGV-Präsident Heinrich Haasis. „Als Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin wollen wir ein Zeichen setzen, wie reich und vielfältig die deutsche Museumslandschaft ist. Deswegen fördern wir sowohl einzelne, herausragende Ausstellungen, als auch eine verstärkte Außendarstellung der Staatlichen Museen insgesamt", so Haasis.
In einem ersten Schritt unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe die Ausstellung „Der geteilte Himmel. 1945–1968. Die Sammlung. Neue Nationalgalerie“, die ab dem 11. November 2011 in der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum Potsdamer Platz zu sehen sein wird. Der zeitliche Bogen, den „Der geteilte Himmel“ von der Nachkriegskunst bis in die tief greifenden Umwälzungen der 1960er Jahren schlägt, macht deutlich, wie erheblich die bildende Kunst dieser Zeit von der Atmosphäre des Kalten Krieges und den damit verbundenen politischen Ideologien beeinflusst war. Die Ausstellung folgt der Schau „Moderne Zeiten“ und bildet den zweiten von drei Teilen einer umfassenden Sammlungspräsentation der Neuen Nationalgalerie.
Die Ausstellung „Amarna 2012. 100 Jahre Nofretete“ (Arbeitstitel) bildet ab 6. Dezember 2012 ein weiteres Highlight der Kooperation: Aus Anlass des Auffindungsdatums der Büste der Nofretete am 6. Dezember 1912 plant das Ägyptische Museum und Papyrussammlung eine groß angelegte Sonderaustellung zur Amarna-Zeit im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin. Durch internationale Leihgaben bereichert, wird der Fokus der Ausstellung auf den noch nie gezeigten Funden aus dem Berliner Bestand liegen. Die Ära um Nofretete wird so in einen kulturhistorischen Gesamtzusammenhang gestellt.
Mit „Wünsch dir was!“, einem Ideenwettbewerb für Jugendliche, engagieren sich die Staatlichen Museen zu Berlin und die Sparkassen-Finanzgruppe ganz besonders im Bereich der kulturellen Bildung für Jugendliche. Damit laden sie zum kritischen Denken über Kunst, Kultur und die Institution Museum ein und ermöglichen die aktive Partizipation an der Kulturproduktion sowie die Mitgestaltung ihrer Museen. „Wünsch dir was!“ richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren und Schülerinnen und Schüler bis zur 13. Klasse. Ihre Wünsche, Ideen und Visionen zum Thema Museum erhalten hier eine Plattform. Das innovativste, aber realisierbare Konzept wird von einer Jury aus Jugendlichen, Museumsexperten sowie Prominenten der Popkultur prämiert und erhält zur Umsetzung finanzielle Unterstützung und professionelle Beratung aus den Museen. „Wünsch dir was!“ findet fortan jährlich an wechselnden Orten der Staatlichen Museen zu Berlin statt und wird erstmals im Herbst 2011 für den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ausgeschrieben.
Die Kooperation mit der Sparkassen-Finanzgruppe bietet für die Staatlichen Museen zu Berlin auch die Möglichkeit einer verstärkten Außendarstellung. Eine erste Plakat-Kampagne, die die Vielfalt der Staatlichen Museen zu Berlin aufzeigt und den Schwerpunkt „Jugendbildung“ hervorhebt, wird Anfang September in Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main zu sehen sein. Im Zuge der Zusammenarbeit sind ebenfalls die Personalisierung der Jahreskarte der Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Produktion von Image- und Werbematerial vorgesehen.
Die Förderung von Museen ist Teil des vielseitigen wie umfassenden kulturellen Engagements der Sparkassen-Finanzgruppe. Dabei ist die Förderung der Staatlichen Museen zu Berlin ebenso wie das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von nationaler und internationaler Strahlkraft und verweist auf die vielen Förderaktivitäten in allen Regionen Deutschlands.
Mit einer Fördersumme von 152 Millionen Euro pro Jahr ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nicht-staatliche Kulturförderer Deutschlands. Neben zahlreichen lokalen und regionalen Engagements unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe traditionell die documenta in Kassel. 2010 war sie Hauptsponsor der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und Projektsponsor im Bereich Fotografie.
Zusammen mit der Förderung im Sozialen und Sport, in der Umwelt und Bildung sowie in weiteren Bereichen beläuft sich das gesellschaftliche Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe auf mehr als 500 Mio. Euro pro Jahr.
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