Georg Fahrenschon neuer Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
Georg Fahrenschon ist seit 16. Mai neuer Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) und damit oberster Repräsentant der deutschen Sparkassen, Landesbanken und der anderen Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Die offizielle Verabschiedung von Haasis und Einführung von Fahrenschon in das neue Amt wird am 22. Mai 2012 in Anwesenheit der Bundeskanzlerin in Berlin erfolgen.
Fahrenschon (44) war am 30. November 2011 von der Mitgliederversammlung des DSGV für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt worden. Er wird den Spitzenverband der Sparkassen-Finanzgruppe führen, des größten und führenden Finanzverbundes in Deutschland. 423 Sparkassen, acht Landesbank-Konzerne, zehn Landesbausparkassen, elf öffentliche Erstversicherergruppen sowie zahlreiche weitere Finanzdienstleistungs- und andere Verbundunternehmen gehören zur Gruppe. Rund 360.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit über 44 % aller in der deutschen Kreditwirtschaft Beschäftigten arbeiten in der Sparkassen-Finanzgruppe.
Fahrenschon ist Diplom-Ökonom, verheiratet und hat zwei Kinder. Er war von 2008 bis kurz vor seiner Wahl zum DSGV-Präsidenten Bayerischer Staatsminister der Finanzen und zuvor Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen. Von 2002 bis 2007 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und hat sich im Finanz- sowie im Haushaltsausschuss als Finanzexperte einen Namen gemacht.
Heinrich Haasis war insgesamt über 20 Jahre hauptamtlich in der Sparkassen-Finanzgruppe tätig, u. a. als Präsident des Württembergischen und späteren Baden-Württembergischen Sparkassenverbandes. Seit Mai 2006 war Haasis Präsident des DSGV. Seine Amtszeit war wesentlich geprägt von der Bewältigung der Finanzkrise, in der sich vor allem die Sparkassen als Stabilitätsanker des deutschen Finanzmarktes und mit Abstand wichtigste Finanzpartner der deutschen Unternehmen bewährt haben. Haasis ist es in seiner Amtszeit gelungen, wesentliche strategische Weichenstellungen für die Gruppe vorzunehmen. So fällt in seine Amtszeit das Ende der Auseinandersetzung mit der EU-Kommission zum Bezeichnungsschutz für Sparkassen. 2007 ist es unter seiner Führung den Sparkassen gelungen, sich im Bieterverfahren um den Anteil des Landes Berlin an der Landesbank Berlin Holding AG durchzusetzen. 2011 setzte sich Haasis erfolgreich für die Übernahme des 50-%-Anteils der Landesbanken an der DekaBank durch die Sparkassen ein. Diese sind seitdem Alleineigentümer der DekaBank.
Haasis tritt auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. Er wird die Sparkassen aber weiterhin in der ehrenamtlichen Funktion als Präsident des Weltinstituts der Sparkassen international repräsentieren.
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