Informationen für die Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe
Ist das Geld der Kunden bei den Sparkassen sicher?
Ja, das Geld der Kunden ist vollkommen abgesichert. Sparkassen arbeiten nach einem bewährten Geschäftsmodell, das ihnen stabile Betriebsergebnisse bei beherrschbaren Risiken ermöglicht. Sie verwenden die Gelder ihrer Kunden in erster Linie für die Vergabe von Wohnungsbaukrediten an Privatkunden in Deutschland und für die Vergabe von Geschäftskrediten an die mittelständischen Unternehmen in der Region.Am Geschäft mit verbrieften US-Wohnungsbaukrediten, die deutlich im Wert gefallen sind, haben sich Sparkassen praktisch nicht beteiligt.Die Konzentration auf private Kunden und die mittelständische Wirtschaft entspricht auch dem öffentlichen Auftrag der Sparkassen: ein flächendeckendes kreditwirtschaftliches Angebot für alle Gruppen der Bevölkerung sowie für die kleinen und mittleren Unternehmen sicherzustellen.
Wie sind die Kunden geschützt, falls eine Sparkasse einmal in eine Schieflage geraten sollte?
Der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe sichert den Bestand aller 443 Sparkassen und damit auch vollständig die Einlagen der Kunden ab.
Seit der Gründung des Haftungsverbundes der Sparkassen-Finanzgruppe in den 1970er Jahren · hat noch nie ein Kunde eines Mitgliedsinstituts einen Verlust seiner Einlagen erlitten, · mussten noch nie Einleger entschädigt werden, · ist es bei keinem Mitgliedsinstitut zu einer Leistungsstörung bei der Bedienung von Verbindlichkeiten oder gar einer Insolvenz gekommen. Sind die Einlagen auf Girokonto, Tagesgeldkonto, Termingeldkonto oder Sparkonto sicher? Kundeneinlagen auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und Termingeldkonten bei Sparkassen werden durch das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe vollständig abgesichert.Im Rahmen der Institutssicherung ist gewährleistet, dass die Sparkassen gegenüber den Kunden jederzeit ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen können. Das gilt für Einlagen privater, gewerblicher und institutioneller Kunden. Auch Sparkassenbriefe sind abgesichert. Sie genießen den gleichen Schutz wie Spareinlagen. Wie sieht die Sicherung bei Investmentfonds aus? Investmentfonds sind nach deutschem Recht sogenannte Sondervermögen, die für Rechnung der Anleger verwaltet werden. Sie müssen strikt getrennt von dem Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft oder Bank gehalten werden, die einen Fonds herausgibt oder ein Wertpapierdepot verwaltet. Selbst im Fall einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft oder Depotbank wäre das Fondsvermögen somit nicht betroffen. Wertminderungen der Investmentfondsanteile können allerdings durch Verluste bei den Anlagen des Investmentfonds (zum Beispiel gehaltene Aktien oder Anleihen) entstehen. Maßgeblich sind somit die Risiken der im Fonds angelegten Wertpapiere oder sonstigen Anlagen. Wie sind die sogenannten „Inhaberschuldverschreibungen“ gesichert? Die Sicherheit von Inhaberschuldverschreibungen ist abhängig von der Bonität der Emittenten. Relevant ist ferner, ob dieser Mitglied in einem Sicherungssystem ist, das Schuldverschreibungen mit einschließt. Alle Inhaberschuldverschreibungen, die von einem Institut der Sparkassen-Finanzgruppe emittiert, also ausgegeben, werden, sind vom Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe erfasst. Sind Zertifikate vom Sicherungssystem erfasst? Bei Zertifikaten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen. Bei jedem Zertifikat kann somit ein Emittentenrisiko bestehen. Das bedeutet, dass die Rückzahlung abhängig ist von der Bonität des Emittenten bzw. des Garantiegebers. Deshalb besteht für Käufer ein Risiko, dass eine Insolvenz des Emittenten zum Verlust des investierten Geldes führen kann. Anleger sollten sich dieses Risikos bewusst sein und sowohl vor als auch nach einem Kauf die Bonität des Zertifikatgebers prüfen. Ist der Emittent ein Institut der Sparkassen-Finanzgruppe, wird das Zertifikat vom Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe erfasst. Die Rückzahlung richtet sich im Übrigen nach den entsprechenden Bedingungen des Zertifikats. Sind Sparkassen von der Krise an den Finanzmärkten betroffen? Die Sparkassen sind mit ihrem eignen Geschäftsmodell von der Krise an den internationalen Finanzmärkten nur wenig betroffen. Sie haben vielmehr erheblich zur Stabilität des Finanzsektors und der Volkswirtschaft in Deutschland beigetragen. Während viele private Kreditinstitute und auch Landesbanken hohe Abschreibungen vornehmen mussten, erwies sich das Geschäftsmodell der dezentralen Sparkassen als ausgesprochen solide. Hatten Sparkassen Liquiditätsengpässe durch die Finanzmarktkrise? Nein, Sparkassen verfügten jederzeit über ausreichende Liquidität, da sie dafür praktisch nicht auf die internationalen Finanzmärkte angewiesen sind. In erster Linie refinanzieren sie ihre Kreditvergabe über die Einlagen ihrer privaten Kunden. Die Höhe dieser Einlagen übersteigt die der ausgegebenen Kredite deutlich. Kundeneinlagen auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und Termingeldkonten bei Sparkassen werden durch das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe vollständig abgesichert. Weitere Informationen: Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf - wir geben Ihnen Antworten.
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